KOI-FAQ

Frage und Antwort: Gestalten Sie mit!

Hier wird nicht um den heissen Brei herumgeredet, sondern gezielt das angesprochen, was Sie als Koiliebhaber wirklich interessiert. Dafür benötige ich Ihre Mithilfe!

Deshalb sind Sie auf dieser Seite goldrichtig: Hier gebe ich Ihnen die Gelegenheit, konkret die Frage zu stellen, die Sie brennend interessiert.
Ich werde die Antworten dann auf dieser Seite einstellen, natürlich anonymisiert, Ihr Name taucht auf keinen Fall auf.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich -vor allem während der Sommersaison- nur begrenzt Zeit hierfür aufbringen kann. Entsprechend sollten die Fragen wirklich konkret auf das Wesentliche abzielen und kurz gefasst sein. Je nach Themenbereich werde ich dann auch einige Übersichtsartikel bringen, die bestimmte Themen umfassender abdecken. Doch bitte vergessen Sie nicht: Jede Ferninformation und Beratung kann einen Besuch vor Ort nicht ersetzen. Oft braucht es einen umfassenden Blick um die Probleme als solche zu erkennen und beseitigen zu können.


Koidoc.eu: Die Informationsquelle für den ambitionierten Koihalter.
 

1. Salzbäder für Koi

Frage: Oft hört man davon, dass mittels Behandlung mit Kochsalz wahre Wunder zu realisieren sind, was hat das auf sich und wie gehe ich vor?

Antwort: Tatsächlich gilt Kochsalz als gutes Hausmittel, mit dem vorübergehend unpässliche Koi oft schon wieder auf die Flossen gestellt werden können. Angebracht sind Kurzzeitbäder bei verschleimten Kiemen, Hautreizungen oder Unwohlsein ohne eine genaue Diagnose zu kennen. Bei Schuppensträube und angeschwollenem Bauch sollte eher das Langzeitbad gemacht werden.

Eine Therapie mit Kochsalz ist oft hilfreich, sollte aber die tierärztliche Untersuchung und Diagnose nicht ersetzen. Oft allerdings hilft es schon, den Patienten mit Salzbädern etwas zu unterstützen bis eine tierärztliche Untersuchung erfolgen kann.

Salzbäder mit Kochsalz (NaCl): Verwenden Sie Siedesalz sicherheitshalber möglichst ohne Fluorid, Jodid und Rieselhilfsmittel. Auch Viehsalz (Natriumchlorid, "Einzelfuttermittel", Grossgebinde 50 kg, aus dem Landhandel) ist geeignet. Wenn nicht anders verfügbar kann normales, jodiertes Speisesalz aus dem Supermarkt verwendet werden, insbesondere bei Kurzzeit-Bädern sind mir (auch langfristige) Nebenwirkungen von Jodid oder Fluorid bislang nicht bekannt.

Kochsalz Langzeitbad im Teich mit 3 - 5 kg / 1000 Liter, besser möglichst bitte vermeiden. Es gibt zwar Situationen, in denen kein anderer Weg eingeschlagen weren kann, z.B. bei festgestelltem Parasitenbefall Anfang Februar in 6 Grad kaltem Wasser. Wenn man gegen die frostigen Nachttemperaturen nicht anheizen kann, geht da einfach nichts anderes! Als Dauerzustand ist es abzulenen aus verschiedenen Gründen. Erstens kaschiert es das Vorhandensein von Parasiten, das Juckreiz und Verschleimung vermindert wird. Zweitens erschwert es die Behandlung bestimmter Krankheitserreger, da Salz mit einigen Präparaten wie Formalin, FMC oder Kaliumpermanganat nicht kompatibel ist.

Oder das Kochsalz Langzeitbad in einem separaten Behälter möglichst mit Filter: 3 - 6 kg Salz pro 1000 Liter Wasser, bis ca. 14 Tage lang. Gut belüften (O2). Wenn keine Filterung vorhanden ist, muss alle 1-2 Tage ein grosser Teilwasserwechsel, möglichst mit Teichwasser (nicht Leitungswasser) erfolgen.

Kochsalz Kurzbad: Bis vier mal alle 2-3 Tage zu machen!
Hier gibt es verschiedene Methoden, ich favorisiere die schonendere, wenn man nicht weiss wie krank der Koi schon ist:

  • Bitte Teichwasser oder eine Mischung verwenden, kein reines Leitungswasser. Gut belüften, gegen Herausspringen abdecken, Abdunkeln verringert Stress.
  • 10 g Salz pro Liter Wasser lösen, Koi 15 Minuten baden. Dann weitere 5 g pro Liter für 10 Minuten. Dann wiederum 5 g pro Liter für 10 Minuten, falls der Fisch gut steht auch etwas länger. Damit hat man sich an eine Enddosis von 20 g pro Liter (= 2 %-ige Salzlösung) für insgesamt gut 30 Minuten herangetastet.

Man kann den Koi auch gleich in eine 2 %ige Salzlösung setzen mit dem Nachteil, dass es dann etwas häufiger zu Komplikationen kommt, der Fisch vorzeitig entnommen werden muss und nach Abbruch der Behandlung der therapeutische Effekt fehlt.

Wichtig ist es, den Fisch während der Badebehandlung gut zu beobachten. Falls es zu einem sogenannten "Salzschock" kommt, reisst er das Maul auf, stellt alle Flossen ab und kippt auf die Seite: Dann muss der Koi sofort wieder in den Teich gesetzt und die Kiemen müssen kurz gespült werden. Für kurzfristige Rückfragen haben meine Kunden meine Handynummer oder rufen Sie meine Hotline 09005 KOIDOC (=564362).

 

2. Kiemenbluten

Frage: Ich möchte Sie fragen, woran das liegen kann, dass ein Koi beim Rausfangen
mit dem Netz auf einmal anfängt aus den Kiemen zu bluten. Das ist mir schon öfters bei verschiedenen Koi passiert. Alle Koi hatten keine Anzeichen einer Krankheit und nach einem Kiemenabstrich wurden auch keine Parasiten wie Kiemenwürmer entdeckt. Übrigens diese Koi schwimmen seit Jahren immer noch munter im Teich. Nun hatte ich aber wiedermal ein
solchen Fall und würde gerne wissen:

Können Koi bei Stress über die Kiemen Blut abgeben? Oder woran könnte es noch liegen?
Herzlichen Dank im Voraus für Ihre Mühe.

Antwort: Ja und nein, denn der Stress alleine löst das Kiemenbluten nicht aus. Indirekt wohl schon: Stellen Sie sich vor, Fische sind im Wasser ja quasi schwerelos. Deshalb kann der Fisch auch mit einem weitaus geringeren Blutdruck zurecht kommen, verglichen mit den Landtieren. Es muss ja kein Blut (zum Beispiel Giraffe) meterweit in die Höhe gepumpt werden!

Und weil das Fischherz mit weniger Druck arbeitet, können die Blutgefässe von Fischen auch viel dünnwandiger sein. Nimmt man nun einen Koi aus dem Wasser, passieren zwei Dinge gleichzeitig: Erstens gerät der Fisch "in Stress" mit der Folge, dass der Blutdruck steigt. Zweitens lastet plötzlich die Erdanziehungskraft auf dem Koi und seinen Blutgefässen. Und das kann schon mal zu einer Gefässwandruptur (Platzen von kleinen Gefässen in den Kiemen) führen. Dies ist aber fast immer harmlos wenngleich im Wasser natürlich spektakulär rot... Aber mit einer Ausnahme ist mir bisher kein Fall bekannt, wo das Probleme gemacht hätte.
Eine glückliche und vor allem ruhige Hand für Ihre Koi wünscht Achim Bretzinger, Ihr KoiDoc

 

3. Trockenfutter

Frage: Kennen Sie Fälle, bei denen das ausschließliche und langjährige Verfüttern von Trockenfutter  (z.B. Indooranlagen) zu gesundheitlichen Problemen bei Koi geführt hat? Danke.

Antwort: Nein. Allerdings mit Einschränkung.

KOI-FAQ

Frage und Antwort: Gestalten Sie mit!

Hier wird nicht um den heissen Brei herumgeredet, sondern gezielt das angesprochen, was Sie als Koiliebhaber wirklich interessiert. Dafür benötige ich Ihre Mithilfe!

Deshalb sind Sie auf dieser Seite goldrichtig: Hier gebe ich Ihnen die Gelegenheit, konkret die Frage zu stellen, die Sie brennend interessiert.
Ich werde die Antworten dann auf dieser Seite einstellen, natürlich anonymisiert, Ihr Name taucht auf keinen Fall auf.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich -vor allem während der Sommersaison- nur begrenzt Zeit hierfür aufbringen kann. Entsprechend sollten die Fragen wirklich konkret auf das Wesentliche abzielen und kurz gefasst sein. Je nach Themenbereich werde ich dann auch einige Übersichtsartikel bringen, die bestimmte Themen umfassender abdecken. Doch bitte vergessen Sie nicht: Jede Ferninformation und Beratung kann einen Besuch vor Ort nicht ersetzen. Oft braucht es einen umfassenden Blick um die Probleme als solche zu erkennen und beseitigen zu können.


Koidoc.eu: Die Informationsquelle für den ambitionierten Koihalter.
 

1. Salzbäder für Koi

Frage: Oft hört man davon, dass mittels Behandlung mit Kochsalz wahre Wunder zu realisieren sind, was hat das auf sich und wie gehe ich vor?

Antwort: Tatsächlich gilt Kochsalz als gutes Hausmittel, mit dem vorübergehend unpässliche Koi oft schon wieder auf die Flossen gestellt werden können. Angebracht sind Kurzzeitbäder bei verschleimten Kiemen, Hautreizungen oder Unwohlsein ohne eine genaue Diagnose zu kennen. Bei Schuppensträube und angeschwollenem Bauch sollte eher das Langzeitbad gemacht werden.

Eine Therapie mit Kochsalz ist oft hilfreich, sollte aber die tierärztliche Untersuchung und Diagnose nicht ersetzen. Oft allerdings hilft es schon, den Patienten mit Salzbädern etwas zu unterstützen bis eine tierärztliche Untersuchung erfolgen kann.

Salzbäder mit Kochsalz (NaCl): Verwenden Sie Siedesalz sicherheitshalber möglichst ohne Fluorid, Jodid und Rieselhilfsmittel. Auch Viehsalz (Natriumchlorid, "Einzelfuttermittel", Grossgebinde 50 kg, aus dem Landhandel) ist geeignet. Wenn nicht anders verfügbar kann normales, jodiertes Speisesalz aus dem Supermarkt verwendet werden, insbesondere bei Kurzzeit-Bädern sind mir (auch langfristige) Nebenwirkungen von Jodid oder Fluorid bislang nicht bekannt.

Kochsalz Langzeitbad im Teich mit 3 - 5 kg / 1000 Liter, besser möglichst bitte vermeiden. Es gibt zwar Situationen, in denen kein anderer Weg eingeschlagen weren kann, z.B. bei festgestelltem Parasitenbefall Anfang Februar in 6 Grad kaltem Wasser. Wenn man gegen die frostigen Nachttemperaturen nicht anheizen kann, geht da einfach nichts anderes! Als Dauerzustand ist es abzulenen aus verschiedenen Gründen. Erstens kaschiert es das Vorhandensein von Parasiten, das Juckreiz und Verschleimung vermindert wird. Zweitens erschwert es die Behandlung bestimmter Krankheitserreger, da Salz mit einigen Präparaten wie Formalin, FMC oder Kaliumpermanganat nicht kompatibel ist.

Oder das Kochsalz Langzeitbad in einem separaten Behälter möglichst mit Filter: 3 - 6 kg Salz pro 1000 Liter Wasser, bis ca. 14 Tage lang. Gut belüften (O2). Wenn keine Filterung vorhanden ist, muss alle 1-2 Tage ein grosser Teilwasserwechsel, möglichst mit Teichwasser (nicht Leitungswasser) erfolgen.

Kochsalz Kurzbad: Bis vier mal alle 2-3 Tage zu machen!
Hier gibt es verschiedene Methoden, ich favorisiere die schonendere, wenn man nicht weiss wie krank der Koi schon ist:

  • Bitte Teichwasser oder eine Mischung verwenden, kein reines Leitungswasser. Gut belüften, gegen Herausspringen abdecken, Abdunkeln verringert Stress.
  • 10 g Salz pro Liter Wasser lösen, Koi 15 Minuten baden. Dann weitere 5 g pro Liter für 10 Minuten. Dann wiederum 5 g pro Liter für 10 Minuten, falls der Fisch gut steht auch etwas länger. Damit hat man sich an eine Enddosis von 20 g pro Liter (= 2 %-ige Salzlösung) für insgesamt gut 30 Minuten herangetastet.

Man kann den Koi auch gleich in eine 2 %ige Salzlösung setzen mit dem Nachteil, dass es dann etwas häufiger zu Komplikationen kommt, der Fisch vorzeitig entnommen werden muss und nach Abbruch der Behandlung der therapeutische Effekt fehlt.

Wichtig ist es, den Fisch während der Badebehandlung gut zu beobachten. Falls es zu einem sogenannten "Salzschock" kommt, reisst er das Maul auf, stellt alle Flossen ab und kippt auf die Seite: Dann muss der Koi sofort wieder in den Teich gesetzt und die Kiemen müssen kurz gespült werden. Für kurzfristige Rückfragen haben meine Kunden meine Handynummer oder rufen Sie meine Hotline 09005 KOIDOC (=564362).

 

2. Kiemenbluten

Frage: Ich möchte Sie fragen, woran das liegen kann, dass ein Koi beim Rausfangen
mit dem Netz auf einmal anfängt aus den Kiemen zu bluten. Das ist mir schon öfters bei verschiedenen Koi passiert. Alle Koi hatten keine Anzeichen einer Krankheit und nach einem Kiemenabstrich wurden auch keine Parasiten wie Kiemenwürmer entdeckt. Übrigens diese Koi schwimmen seit Jahren immer noch munter im Teich. Nun hatte ich aber wiedermal ein
solchen Fall und würde gerne wissen:

Können Koi bei Stress über die Kiemen Blut abgeben? Oder woran könnte es noch liegen?
Herzlichen Dank im Voraus für Ihre Mühe.

Antwort: Ja und nein, denn der Stress alleine löst das Kiemenbluten nicht aus. Indirekt wohl schon: Stellen Sie sich vor, Fische sind im Wasser ja quasi schwerelos. Deshalb kann der Fisch auch mit einem weitaus geringeren Blutdruck zurecht kommen, verglichen mit den Landtieren. Es muss ja kein Blut (zum Beispiel Giraffe) meterweit in die Höhe gepumpt werden!

Und weil das Fischherz mit weniger Druck arbeitet, können die Blutgefässe von Fischen auch viel dünnwandiger sein. Nimmt man nun einen Koi aus dem Wasser, passieren zwei Dinge gleichzeitig: Erstens gerät der Fisch "in Stress" mit der Folge, dass der Blutdruck steigt. Zweitens lastet plötzlich die Erdanziehungskraft auf dem Koi und seinen Blutgefässen. Und das kann schon mal zu einer Gefässwandruptur (Platzen von kleinen Gefässen in den Kiemen) führen. Dies ist aber fast immer harmlos wenngleich im Wasser natürlich spektakulär rot... Aber mit einer Ausnahme ist mir bisher kein Fall bekannt, wo das Probleme gemacht hätte.
Eine glückliche und vor allem ruhige Hand für Ihre Koi wünscht Achim Bretzinger, Ihr KoiDoc

 

3. Trockenfutter

Frage: Kennen Sie Fälle, bei denen das ausschließliche und langjährige Verfüttern von Trockenfutter  (z.B. Indooranlagen) zu gesundheitlichen Problemen bei Koi geführt hat? Danke.

Antwort: Nein. Allerdings mit Einschränkung.